Saakaschwili wünscht sich lautere Reaktionen von EU Print
Geschrieben von Webmaster   
Tuesday, 10 November 2009 22:45

Präsident Saakaschwili beklagte sich am 9. November über die mangelnde Reaktion von der EU auf die Festnahme von vier georgischen Jugendlichen von den Behörden der Samatschablo (sogenannte Südossetien).

Saakaschwili sagte, er würde ein Telefongespräch mit US-Vice President, Joe Biden, am 10. November haben, und mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy sprechen wollen, über die Freilassung von vier georgischen Jugendlichen, die am 4. November in der Nähe von Zchinwali verhaftet wurden.

"Morgen habe ich ein Gespräch mit dem US Vice Presidenten. Ich habe um dieses Gespräch gebeten um vor allem über diese Angelegenheit [Inhaftierung von Jugendlichen] zu sprechen", sagte er.

Er sprach bei einem Treffen mit MP Giorgi Targmadze und MP Levan Vepkhvadze, den Führern der Christlich-Demokratischen Bewegung (CDM) und der parlamentarischen Minderheit. Die CDM-Führer waren schon am 9. November im Dorf Tirdznisi um mit den Verwandten von inhaftierten Jugendlichen zu treffen.

"Wir haben heute den französischen Botschafter in das Auswärtige Amt vorgeladen und verlangt, ein Gespräch mit [dem französischen Präsidenten Nicolas] Sarkozy zu vereinbaren, der als ein Garant für das Waffenruhe-Abkommen dient, das Russland nicht nur über den Kopf von Georgien, sondern die gesamten internationalen Gemeinschaft zerrissen hat", sagte Saakaschwili.

"Und aller erst über die Europäische Union," fügte Davit Bakradse, der Parlamentsvorsitzender zu, der ebenfalls beim Treffen anwesen war.

"Und über die Europäische Union natürlich" wiederholte Saakaschwili und fuhr fort: "Deshalb möchte ich dieses Thema anschneiden, über diese Provokationen [der westlichen Führer], die sie [Russland] alltäglich inszenieren und dadurch ihre Reaktionen [der westlichen Führer] prüfen. "

"Generell wünschen wir uns laute Reaktionen", sagte er. "Heute haben wir die Stellungnahme der EU gesehen, was nicht genug ist."

Er beklagte sich auch über die Anwesenheit des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew bei einer Zeremonie anlässlich des 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer.

"Was bedeutet es, - das Begrüßen des russischen Präsidenten in Berlin um mit ihm den Fall der Berliner Mauer zu feiern, als wäre er ein großer Demokrat, wobei Erich Honecker [der letzte Führer der Deutschen Demokratischen Republik] tat nicht mal ein Zehntel dessen, was diese [Russland] jetzt hier tun; Honecker ist schließlich von den Europäern gefasst worden... Und jetzt haben sie [Europäer] ihn [Medvedev] neben ihnen lächelnd sitzen; so wird es nicht funktionieren - mit ihnen [Europäer] eine Hand schüttelt und mit einer anderen Hand unsere Kinder ins Gefängnis stecken."

"Dies ist etwas, was eine Reaktion erfordert - eine Reaktion von den Leuten, die all diese Zeit die Garanten für die Umsetzung dieser [Waffenstillstand] Verträge waren", sagte Saakaschwili.

Er sagte auch, dass Russland Georgien "in eine Falle" locken wollte und zur gleichen Zeit prüfen, ob der Westen auf diese Provokationen reagieren würde.

"Die Russen testen die Reaktionen der anderen, was andere als Reaktion auf Provokationen Russlands tun. Was als Nächstes geschehen wird, hängt von solchen Fällen ab. Ich werde morgen mit den Amerikanern, Französen und andere sprechen und mal sehen, was ihre Reaktion sein wird ", sagte Saakaschwili.

Er dankte den CDM-Führern für "zeigte Aufmerksamkeit bei diesem Fall" der Festnahme von vier Jugendlichen.

"Ich habe Ihre Kritik an die Behörden gehört, und ich kann die meisten Ihrer Kritik teilen und akzeptieren, weil die Angelegenheit unsere Kinder betrifft", sagte Saakaschwili.

Last Updated ( Thursday, 12 November 2009 09:55 )